IG BCE kocht gemeinsam mit Flüchtlingen

Integration geht durch den Magen

Der IG BCE Landesbezirk Westfalen hat in Kooperation mit der Fejo GmbH eine weitere Aktion mit jungen Flüchtlingen gestartet. Bei der letzten Veranstaltung konnte die Gruppe das Longboard-Skaten ausprobieren. Dieses Mal gab es für die Gruppe neben etwas deutscher Geschichte einen Kochkurs.

LB Westfalen

Integration geht durch den Magen

Der Tag begann morgens um neun mit einer Begegnung im Haus der Geschichte in Bochum (Foto). Der Historiker und stellvertretende Archivleiter Holger Heith, führte die Gruppe aus gut 20 Personen durch die geschichtlichen Ereignisse der Bundesrepublik Deutschland vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Anschluss wurde es praktisch und die Gruppe ging in die Kochschule „Kochmomente“, in der sich alle kulinarisch austoben konnten. In verschiedenen Gruppen bereiteten die jungen Flüchtlinge ein Vier-Gänge-Menü zu. Dabei stand ihnen Chefkoch Jürgen Engelhardt mit Rat und Tat zur Seite: „Beim Kochen konzentriert man sich aufs Wesentliche, da spielen Herkunft und Sprache keinerlei Rolle“. Besonders stolz waren die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des LWL Jugendhilfezentrums als jede Gruppe ihren Gang servierte und sich alle über das leckere und gemeinsam zubereitete Essen freuten.

Auch Armando Dente, Gewerkschaftssekretär der IG BCE im Landesbezirk Westfalen und Martin Osadnik von der Fejo GmbH, zeigten sich zufrieden mit der Aktion: „Es ist schön zu sehen, wieviel vertrauter die Jungs und Mädels beim zweiten Treffen miteinander und mit uns umgehen. Man sieht Ihnen den Spaß beim Kochen an. Integration geht eben am besten durch den Magen.“

Bevor sich am Ende des Tages alle voneinander bis zum nächsten Wiedersehen verabschiedeten, wurde dem verstorbenen Kollegen Michael Denecke aus der IG BCE gedacht. Nach seinem plötzlichen Tod hat sich seine Familie zur Beerdigung, statt Blumen und Kränzen, in seinem Sinne lieber Spenden gewünscht. Durch die Spenden, sollten Aktionen mit und für Flüchtlinge finanziert werden. Die Arbeit mit Flüchtlingen lag dem Kollegen Michael Denecke zu Lebzeiten am Herzen. Er hatte sich auch persönlich engagiert.

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