• 11.03.2015
  • Medieninformation XIX/8
Tarifabschluss Steinkohle

3,6 Prozent mehr und 600 Euro Einmalzahlung

Die Entgelte der rund 13.000 Beschäftigten im Steinkohlenbergbau steigen um 3,6 Prozent zum 1. Mai 2015. Zudem erhalten die Beschäftigten im März eine Einmalzahlung von 600 Euro. Darüber hinaus wird die Jahresvergütung auf dem heutigen Niveau von 2.156 Euro festgeschrieben. Darauf einigten sich IG BCE und Arbeitgeber am Mittwoch (11. März) in Herne.

Stefan Koch

Steinkohle in der Hand einer Bergarbeiters
11.03.2015

IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann wertet das Ergebnis als „guten Abschluss in einer schwierigen Zeit. Es ist gelungen, dass die Bergleute nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt werden. Trotz Personalanpassung und Versetzungen leisten die Beschäftigten einen hervorragenden Job – das schlägt sich nun auch in einem realen Einkommenszuwachs nieder.“

Der Tarifabschluss im Einzelnen:

  1. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2015 um 3,6 Prozent.
  2. Die Ausbildungsvergütungen steigen je Ausbildungsjahr um 25 Euro.
  3. Die Einmalzahlung von 600 Euro wird im März ausgezahlt. Die Auszubildenden erhalten 100 Euro.
  4. Die Jahresvergütung wird dauerhaft auf 2.156 Euro festgeschrieben
  5. Der neue Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2016.


Offen ist die Frage, wie künftig mit dem Thema Hausbrand bzw. Energiebeihilfe umgegangen wird. Peter Hausmann forderte die Arbeitgeber zu zügigen und konstruktiven Verhandlungen auf. Hausmann: „Wir können hier nicht einfach das Ende der Steinkohleförderung 2018 abwarten und sehenden Auges zuschauen, wie dann die Hausbrandlieferungen und Energiebeihilfe eingestellt werden. Die IG-BCE-Mitglieder brauchen hier Planungssicherheit.“

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