Leiharbeit und Werkverträge

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Tausende Gewerkschafter aus allen Branchen haben am Samstag, 9. April, für ein Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen auf dem Münchner Odeonsplatz demonstriert.

IG BCE

Demo München

Über 3.000 Gewerkschafter, der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann, der IG BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis, sowie die Vorsitzenden fast aller anderen DGB-Gewerkschaften aus ganz Deutschland haben an der Demonstration teilgenommen. Zu der Kundgebung hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aufgerufen.

Auch der Landesbezirk Westfalen hat sich mit einem Bus beteiligt und bedankt sich für die aktive Unterstützung.

Im Mittelpunkt der Kritik steht der Widerstand aus den Unionsparteien gegen ein Gesetzesvorhaben zur Reform der Leiharbeit.
„Sie blockieren, stehen auf der Bremse und wollen dem Missbrauch offensichtlich weiterhin tatenlos zusehen“, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann.
Er erwartet eine schnelle gesetzliche Regelung, die für Leiharbeiter gleichen Lohn und eine Übernahmegarantie nach 18 Monaten Beschäftigung im Betrieb vorsieht.

„Wir fordern, dass das Gesetz, so wie es vorliegt, umgesetzt wird. Es ist an der Zeit, dass dieser über Jahre hinweg sichtbare Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen ein Ende findet“, sagte Michael Vassiliadis.

Der Gesetzesentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) soll verhindern, dass Unternehmen Leiharbeit und Werkverträge weiterhin missbrauchen.
Die Koalition war sich darüber bereits einig, bis die CSU die Pläne stoppte.
Die Christsozialen kritisieren, Nahles schieße zulasten der Wirtschaft über das Ziel hinaus.

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