Neujahrsempfänge 2017

Für eine solidarische Gesellschaft

Neujahrsempfange 2017: Den Einladungen zu den Neujahrsempfangen der IG-BCE-Bezirke Gelsenkirchen, Recklinghausen, Dortmund-Hagen und Hamm folgten Funktionäre, Vertreter von Ortsgruppen, Betriebsräte und Unternehmen, sowie zahlreiche Politiker. Insgesamt waren mehr als 2000 Gäste anwesend.

Bezirk Gelsenkirchen

Klare Worte: Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE Klare Worte: Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE
17.02.2017
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Auf dem Neujahrsempfang in Gelsenkirchen hat der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis die Neujahrsansprache gehalten. Er betonte in seiner Rede die Wichtigkeit von Tarifverträgen und den Kampf für eine solidarische Gesellschaft – auch im Hinblick auf das Rentenniveau. Denn „es versteht keiner, dass jemand mit 1.200 Euro Rente im Monat auskommen muss, während ein anderer 3.000 Euro am Tag bekommt“. Der Vorsitzende sprach auch über den jüngst erstarkten Populisten und bezeichnete ihn als eine Kraft, die die Bevölkerung in Angst und Verunsicherung treibe. Er sei der Grund für die fortschreitende Spaltung der Gesellschaft.

Leo Kölzer

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bezirksleiter Lothar Wobedo NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bezirksleiter Lothar Wobedo

In Hamm wurde NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von über 600 Gästen empfangen. Sie sprach in Ihrer Rede über die neue Situation in den USA. Donald Trump sei vor allem in den Staaten gewählt worden, in denen die Industrie beiseite geräumt wurde. „Und hier? Gerade aus dieser Gegend haben wir gelernt, dass ein Strukturwandel stattfindet. Aber wir haben die Menschen nicht fallen lassen, sondern den Wandel begleitet und für einen Industriestandort Nordrhein-Westfalen gekämpft - das ist der große Unterschied, und darauf sind wir stolz“. Die Sozialdemokratin betonte, dass der Wandel nur dann erfolgreich sein könne, wenn man die Dinge auch zukünftig gemeinsam angehe. „Wir sind immun gegen die, die uns spalten wollen“, sagte die Ministerin.

Mit Blick auf die auf Landtags-und Bundestagswahlen in diesem Jahr betonte Lothar Wobedo, dass wir uns mit den Standpunkten der politischen Parteien auseinandersetzen müssten: „Wenn die AfD vom Kampf gegen das Establishment redet, dann redet sie auch von einem Kampf gegen Gewerkschaften.“

Leo Kölzer

"Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität" Klar positioniert: "Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität"
Im Bezirk Recklinghausen war Hauptrednerin Petra-Reinbold Knape, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der IG BCE. Sie lobte den Bezirk für sein vorbildliches Engagement in den Betrieben und gratulierte für den höchsten Organisationsgrad bei den Auszubildenden innerhalb der IG BCE. „Der Organisationsgrad ist das Rückgrat unsere Organisation. Bei euch sind unglaubliche 95 % der Auszubildenden organsiert, darauf könnt ihr sehr stolz sein – Hut ab.“

Karlheinz Auerhahn richtete seine Worte an die Kolleginnen und Kollegen und bedankte sich für ihre ehrenamtliche Unterstützung. „Ihr seid unsere Basis und füllt die IG BCE mit Leben, dafür möchte ich mich bei euch bedanken."

In Dortmund-Hagen sprach Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, über die Lage in NRW. Das müsse ein Industrieland bleiben, und die Überschüsse, die erwirtschaftet würden, sollten in Menschen investiert werden. „Wir müssen Arbeit finanzieren und nicht die Arbeitslosigkeit.“ Beim Thema Integration nannte er NRW als gutes Beispiel und lobte das gewerkschaftliche Engagement in Schulen. Denn eine veränderte Arbeitswelt mache sich auch im Schulsystem bemerkbar. „Sprache, Bildung und Schule für Jüngere muss unsere oberste Priorität sein.“

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