Neuer Tarifvertrag für Möller Gesellschaften

Gute Arbeit, gutes Geld

Die Beschäftigten der Möller Gesellschaften aus Bielefeld und Delbrück können sich über einen neuen Tarifvertrag freuen. Die Verhandlungen mit dem Automobilzulieferer fanden unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen statt, da die aktuellen Entwicklungen und Krisenfälle in der Automobilindustrie zwangsläufig auch zu drastischen Auswirkungen auf die Zuliefererindustrie führen.

Rückläufige Auftragseingänge, Umsatz- und Ergebniseinbrüche, Kurzarbeit, Personalanpassungen und schwierige Preisverhandlungen mit Großkunden belasteten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der MöllerGroup. Nach langen und zähen Verhandlungen haben sich die Verhandlungsführung des IG-BCE-Landesbezirks Westfalen sowie deren Tarifkommission mit der MöllerGroup auf einen fairen Tarifvertrag geeinigt.

Dieser ermöglicht dem Unternehmen, die Herausforderungen zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation zu gestalten und trotzdem die guten Leistungen der Beschäftigten entsprechend zu würdigen. »Wir haben einen Tarifabschluss mit Augenmaß erzielt, der unter Berücksichtigung der schwierigen Situation erfolgte und der für die Beschäftigten akzeptabel wie vertretbar ist«, sagte Jörg Esser, IG-BCE-Verhandlungsführer für die Tarifkommission. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf folgendes Tarifergebnis geeinigt: Die zum 30. 09. 2019 gekündigten Tarifentgelte werden unverändert bis zum 30. 09. 2020 wieder in Kraft gesetzt.

Ab dem 01. 10. 2020 werden die Tarifentgelte um 3 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten erhöht. Zusätzlich wird die Berechnung des Zeitlohnzuschlags anhand der jeweils aktuell gültigen Tarifentgelte erfolgen. Das Urlaubsgeld erhöht sich ab 2021 um 10 Prozent. Die Beschäftigten können zwischen Geld, Zeit und Vorsorge einen Verwendungszweck auswählen. Entweder kann die Erhöhung des Urlaubsgeldes, können zwei zusätzliche Urlaubstage oder kann die Einzahlung ins Langzeitkonto in Anspruch genommen werden. Der Demografie Betrag I erhöht sich ab dem 01. 01. 2021 auf 326 Euro und der Demografie Betrag II auf 55 Euro.

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