6. ordentliche Delegiertenkonferenz des Landesbezirks Westfalen

Westfälische Zukunftsplanung

Der Landesbezirk Westfalen hat seine Zukunftsplanungen vorangetrieben. Bei der Konferenz am 20. Mai entschieden 90 Delegierte über die Schwerpunkte der künftigen Gewerkschaftsarbeit, wählten ihre Gremien neu und bereiteten den IG-BCE-Kongress im Herbst vor.

Leo Kölzer

Bergmannchor Der Bergmannschor eröffnet mit dem Steigerlied die Veranstaltung.
27.06.2017
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Rund 150 Teilnehmende diskutierten die Themenschwerpunkte Bergbau, Energiewende, Mitgliederentwicklung, Tarifpolitik, Bildung und Rente.
Ursprünglich sollte die nordrheinwestfälische Landesregierung auf der Konferenz durch Rainer Schmelzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales, vertreten werden. Wegen der Wahlniederlage der SPD in NRW nur wenige Tage zuvor entschied sich der Minister jedoch kurzerhand gegen seine Teilnahme.

Leo Kölzer

Kurt Hay Landesbezirksleiter Kurt Hay plädiert für mehr Weitsicht bei der Energiewende.

Die Wahl der Zeche Nachtigall als Veranstaltungsort hatte eine besondere Bedeutung. Denn die Konferenz sollte die letzte sein, bei der der Bergbau als aktiver Teil vertreten war. Landesbezirksleiter Kurt Hay machte deutlich, dass dieser Ursprung, trotz des nahenden Endes, für immer Teil der westfälischen Gewerkschaftsarbeit sein werde. »Mit vielen Kraftanstrengungen haben wir den beschlossenen Personalabbau und gleichzeitig die notwendige Steinkohleförderung aufrechterhalten – trotz des Endes 2018. Wir gehen davon aus, das alle politischen Vereinbarung dazu auch eingehalten werden.«

Wichtiges Thema wird laut Kurt Hay nach wie vor die Tarifarbeit sein. „An den Erfolgen der letzten Jahre wollen und müssen wir uns auch in den kommenden Jahren festhalten. Der Tarifvertrag „Lebensarbeitszeit und Demografie“ in der chemischen Industrie sei ein tolles Beispiel für die Weiterentwicklung und Ausbaumöglichkeit von Tarifverträgen.

Ein anderes Thema, das den Landesbezirksleiter sichtlich stolz gemacht hat, ist die Mitgliederentwicklung bei den Betriebstätigen. Auf die über 80-Prozent-Quote bei der Neuanfängerwerbung könne jeder in Westfalen mit Stolz blicken. »Für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung möchte ich mich persönlich bei allen Mitwirkenden herzlich bedanken, verbunden mit dem Wunsch, auch zukünftig gemeinsam an unseren Zielen zu arbeiten.«

Leo Kölzer

Edeltraut Glänzer Die stellvertretende IG-BCE-Vorsitzende Edeltraud Glänzer spricht sich in Bezug auf die IG BCE vor allem auf eins: Vertrauen in die eigene Kraft.

Die erfolgreiche Arbeit in der westfälischen IG BCE lobte auch Edeltraud Glänzer, stellvertretende Vorsitzende der IG BCE. »Westfalen stellt sich den Veränderungen, erarbeitet Lösungen und setzt sie zielstrebig um. Immer im Vertrauen auf die eigene Kraft.«

Gewählt wurde auch ein neuer Landesbezirksvorstand. Die Delegierten folgten dabei den Vorschlägen aus den Bezirken und den Personengruppen Jugend und Frauen. Zur Konferenz reichten die verschiedenen Bezirke und Gremien insgesamt 54 Anträge ein, 33 davon wurden per Abstimmung angenommen. Inhaltlich ging es um Themen wie die Zukunft Westfalens, Energiewende, Bildungsoffensive, Existenzsicherung der Rentenversicherung und paritätische Finanzierung der Krankenversicherung.

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